Schauspielschule
Teatr Studio am Salzufer
Aktuelles und Termine
Medienecho

Logo

Über uns

Szene aus Die weiβe Ehe

„Wir halten die personale und szenische Technik des Schauspielers für den Kern des Theaters“ - Jerzy Grotowski

Träger

Die „Transform Schausspielschule“, gegründet im Januar 2002, bildet zusammen mit dem im Februar 2004 entstandenen „Teatr Studio am Salzufer“, der deutsch-polnischen Studiobühne, einen unzertrennbaren, lebendigen Organismus, einen erfolgreichen, dynamischen Ausbildungs- und Theaterort, der durch seine schöpferische Potenz der Berliner und deutschen Theaterszene neue Impulse gibt.
Die beiden Institutionen werden juristisch und finanziell durch die „Internationale Theater Werkstatt (ITW) Berlin e.V.“ getragen, eine kulturelle Einrichtung, die seit Mai 1999 existiert, und von internationalen, überwiegend polnischen und deutschen Künstlern und Intellektuellen gegründet wurde.

Unterstützung

Der Regierende Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit hat bei der Gründung die Schirmherrschaft über die neue Berliner Bühne im Interesse der europäischen Integration übernommen, ebenso der damalige polnische Botschafter Dr. Byrt. Dr. Christina Weiss, ehemalige Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, der gegenwärtige Beauftragte Bernd Neumann wie auch die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit haben finanziell und politisch beide Einrichtungen unterstützt.

Historie

Die Transform Schauspielschule ist als veränderte Variante der in den Jahren 1982 – 1994 in ‚Westberlin’ bzw. im Westteil der Stadt existierenden Schauspielschule „ Studio 44“ – entstanden, die viele Schauspielerinnen und Schauspieler für den Film und für kleine und große Bühnen in Deutschland – u.a. ehemaliges Schillertheater, die Schaubühne, das Renaissancetheater, das Theater an der Ruhr – als auch einige Regisseure, Dramaturgen, Autoren und Filmszenarautoren ausgebildet hat. Einige Absolventen fanden auch Arbeit in den dem Schauspielbereich nahe gelegenen Medien als Moderatoren, Sprecher, Journalisten.

Szene aus Die weiβe EheSzene aus Die weiβe Ehe

Bedeutung des Namens

Der Name Trans form enthält in sich folgende Zielsetzungen:

  1. Trans im Sinne von: überschreite etwas, gehe durch etwas hindurch, das dich verwandelt.
  2. forme etwas im Sinne von: gestalte etwas da draußen, aber auch zugleich dich selbst und in dir selbst
  3. enthält er eine Anspielung an die Methodik von Konstantin Stanislawski und die Theatertheorie von Stanislaw Ignacy Witkiewicz - Ursprung polnischer Theateravantgarde im 20. Jahrhundert.

Transformation verstanden als das Wesentliche der Schauspielkunst und als ein formaler und moderner metaphysischer Begriff in der Theater- und Schauspielarbeit. Die „Transformschauspielschule“ und das „Teatr Studio am Salzufer“ haben ein klares methodisches, stilistisches und inhaltliches Profil, das den Rahmen einer privaten konventionellen Schauspielschule überschreitet. Das Erlernen des schauspielerischen Handwerks, das Entwickeln der eigenen Person zu einem schauspielerischen Instrument und die Entwicklung zu einer künstlerischen Persönlichkeit sind für uns die essentielle Aufgabe jeder Schauspielausbildung.
Da die Schule gleichzeitig ein Theater ist und eines, das eine wichtige kulturpolitische Rolle mit sich trägt und mit ihrer Spielweise und Weite von Adressaten lokale und nationale Grenzen überschreitet, erwarten wir von unseren Studenten, dass sie als Mitglieder unseres Ensembles nicht nur bereit sind, in einer frühen Phase der Ausbildung sich dem Publikum zu stellen bzw. eine Konfrontation mit dem Publikum zu erleben, sondern auch unser Theater bewusst und mit Begeisterung zu gestalten und dadurch konventionelle Grenzen des täglichen Lebens durch die Intensität der szenischen Arbeit zu überschreiten.Bildbeschreibung
Wir erwarten von unseren Studenten Neugier, Mut, Risikobereitschaft, Sensibilität und Kraft, Spielwillen, Geduld aber auch eine tiefe Beobachtungsgabe für das Leben des Menschen und die Bereitschaft zur Entwicklung einer besonderen Art von Wahrnehmung, die in ihnen eine eigene Kreativität aufbaut und damit auch die Fähigkeit, sich zu verwandeln und eigene künstlerische Ausdrucksweisen zu entwickeln.
Die Teilnahme in Projekten der Studiobühne ist keine Pflicht.

Besonderheit der Lehrmethodik:

Aufgrund von sich gegenseitig ergänzenden und beeinflussenden Impulsen zwischen Schule und Theater haben wir eine eigene erfolgreiche Methode entwickelt, die:

  • stärker als in anderen Schulen praxisorientiert ist,
  • wodurch seit dem Entstehen des Teatr Studio die Studenten fast jedes Wochenende - abgesehen von Ferien – potentiell vor das Publikum treten
  • die Ausbildung basiert grundsätzlich auf dem Extrakt der Grundlagen von Konstantin Stanislawski, Michail Tschechow und methodischen Elementen von Bert Brecht
  • stützt sich aber auch auf modernste, experimentelle Errungenschaften des Welttheaters ( Jerzy Grotowski, Eugenio Barba, Tadeusz Kantor, Henryk Tomaszewski, Krystian Lupa )
  • sucht die besondere Nähe zu dem polnischen Theater(raum), der zu einer echten Erneuerungsquelle des Welttheaters in den heutigen Zeiten geworden ist
  • betont die inspirierende spirituelle Kraft des Sinnlichen und Emotionellen
  • setzt auf atmosphärische Intensität
  • schafft ein lebendiges, spannungsvolles Verhältnis zwischen Form und Emotion, widersetzt sich der Tendenz der übertriebenen kalten Formalisierung und dadurch der verbreiteten Mechanisierung heutiger Schauspielkunst und
  • betont die Bedeutung der musikalisch-seelischen Komponente für die Schauspielkunst

  • Die Einflüsse der polnischen und osteuropäischen Ausbildungsmethodik – stärkere Betonung des psychologischen Spiels – machen unsere Absolventen besonders für das Kino geeignet
  • Unsere Methode, die auch eine sensiblere Stilistik mit sich bringt, hat sich trotz ihrer gewissen Andersartigkeit in der deutschen Theaterlandschaft sehr gut beim Vorsprechen unserer Absolventen bewährt: vor ZAV – alle Jahrgänge wurden bisher vollständig aufgenommen – und vor Intendanten in Theatern, als auch in Projekten der Studiobühne. Rezensenten betonen und loben das sehr hohe Niveau und die stark wirkende Kraft des Schauspiels unseres jungen Ensembles (siehe Rezensionen – Medienseite). Auch das Publikum spricht oft seine Begeisterung aus wegen des emotionellen Reichtums.

    Szene aus Die weiβe Ehe

    Internationales

    Der andere inkonventionelle Weg, den die Transform Schauspielschule geht, ist die internationale Schiene (siehe Internationales):
    Der Student als auch die Pädagogen werden interkulturell geprägt. Seit Anfang ihrer Existenz wird die Schule zu bedeutenden europäischen Festivals eingeladen, kooperiert mit prominenten staatlichen Bühnen und off-Bühnen als auch Hochschulen (siehe Internationales).
    Durch die Konstruktion der Schule und häufigere Kontakte können die Studenten der Transform Schauspielschule auch aktiver als die anderen jungen Menschen in Deutschland auf der Theaterebene am Prozess der europäischen Integration teilnehmen – eine menschliche und künstlerische Chance.

    Künstlerische Vermittlung

    Viele Absolventen arbeiten als Filmschauspieler/innen. Die Einflüsse der polnischen und osteuropäischen Ausbildungsmethodik – stärkere Betonung des psychologischen Spiels – machen unsere Absolventen besonders für das Kino geeignet.

    Die durch ihre TV-Auftritte und Kinoerfolge Bekanntesten sind u.a.: Karolina Lodyga (u.a.: „Im Angesichts des Verbrechens“ von Dominik Graf, SAT.1-TV-Serie „Anna und die Liebe“, ZDF-Krimiserie "Küstenwache", Sommer 2010).

    Mehmet Bozdogan: (Kriminalbeamter Bülent Celik in der erfolgreichen ZDF TV-Serie „Der Kriminalist“ mit Christian Berkel und Frank Giering).

    Axel Hartwig (Kurzfilm „Rummel“, „Narben in Beton“). „Rummel“, u.a. Publikumspreis Filmfest Dresden 2010, DAFF Filmpreis der Jury Kategorie Junger Film, 2010, nominiert für Deutschen Nachwuchsfilmpreis 2011. „Narben im Beton“, „Praedikat Wertvoll“, nominiert für „Beste Regie“ beim Studio Hamburg Nachwuchspreis, 2010; Berlinale Perspektive deutsches Kino, 2010.

    Die Schule legt großen Wert auf die künstlerische Vermittlung und Vermarktung ihrer Absolventen und Studenten. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit der ZAV – der deutschen Künstlervermittlung in Berlin als auch mit bedeutenden deutschen Filmagenturen z.B.: u.a. Das Imperium, Agentur Scherf, Agentur Krüger, Underplay, Agentur Siewert und Knittel. Außerdem erfolgt schon in der Schulzeit die Produktion von Showreels und deren Präsentation vor Filmagenten und Filmregisseuren.

    Viele Absolventen hatten und haben aktuell Auftritte und Engagements an zahlreichen deutschen Theaterbühnen: u.a. Deutsches Theater Berlin, Schauspiel Leipzig (heute: Centraltheater), Altonaer Theater Hamburg, Kleist Forum Frankfurt/Oder, Hebbel Theater Berlin, Neuköllner Oper Berlin, Atze Theater Berlin, Hans Otto Theater Potsdam, Komödie Dresden, Komödie Braunschweig, Theater Trier, Schlosstheater Celle, Staatstheater Braunschweig, Landesbühne Sachsen-Anhalt, Stadttheater Wolfsburg, Theater Altenburg/Gera, Theater Nordhausen, Landesbühne Rheinland-Pfalz, Theater für Niedersachsen, Shakespeare Company, Theater am Puls Schwetzingen, Badisches Staatstheater Karlsruhe, Theater und Orchester Heidelberg, Theater des Ostens, Stadttheater Cöpenick, Theater auf Tour Frankfurt/Main, Bittersüß Ensemble Hamburg, Landesbühne Niedersachsen-Nord (Wilhelmshaven), Komödie im Bayerischen Hof. Hinzukommen die Auftritte im Ausland, hauptsächlich in Polen, siehe Internationales.

    Die europäische deutsch-polnische Formel zieht sehr viel Interesse und Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich.
    Mit ihren letzten erfolgreichen Projekten machte die „Transform Schauspielschule“ mit ihrem „Teatr Studio“ eine Tournee zu drei wichtigen Bühnen in Deutschland: Schauspiel Leipzig, Altonaer Theater in Hamburg und Kleistforum in Frankfurt / Oder. Im Anschluss daran spielte sie erfolgreich in Stettin/Szczecin im Teatr Współczesny (Zeitgenössisches Theater), das als Theater einen hohen Ruf in Polen besitzt und mit dem eine Kooperation besteht, und beim Festival II R@port in Gdynia im Teatr Miejski im Witolda Gombrowicza (siehe Pressespiegel). Solche Gelegenheiten begründen für die Studenten wertvolle Erfahrungen und sie bekommen eine sinnliche Anschauung, was Theaterleben ist.