Schauspielschule
Teatr Studio am Salzufer
Aktuelles und Termine
Medienecho

Medienecho zur Internationalen Theater Werkstatt Berlin e.V.

„Janina Szarek (...) hat diesen enormen Reichtum an emotionalen Überlagerungen zupackend inszeniert, vor kräftigen Wirkungen nicht zurückschreckend, und dabei mit einem genauen Gespür für die besondere, gesteigerte Lebensart der Figuren.(…) Das Ensemble baut sich die Räume in dem sparsamen, gleitenden Bühnenbild…selbst, schafft Wälder, Landschaften, Traumgebilde.(…) Ein magischer Klangteppich liegt über der Szene, die ihre Geheimnisse nur zögernd preisgibt, aus nachtschwarzem dunkel erwachend. Erstaunlich, wie frisch und komödiantisch unbekümmert die Schauspielstudenten spielen. Sie haben Freude an eindeutig bloßstellender, gestisch einfallsreicher Charakterisierung, meistern das raffiniert Künstliche der bürgerlichen Existenzen. Jana Hoffmann und Vanessa Rose spielen die Mädchen, klug abgesetzt von der Unnatur der Erwachsenen. Ungelenk, verstört, suchend zeigt Jana Hoffmann die Bianca, kindlich prall und aufgedreht lustig Vanessa Rose die Paulina. Dem neuen deutsch-polnischen Teatr Studio am Salzufer gelang ein verheißungsvoller Start.“
Christoph Funke
(„Weißer Traum“ – Der Tagesspiegel, Berlin, 3.03.2004)
„Deutsche und Polen rücken enger zusammen, man konnte es kürzlich bereits körperlich spüren. Bei der Eröffnung des Teatr Studio, der ersten deutsch-polnischen Bühne in Berlin, reichten die Plätze nicht für alle Interessenten aus. Dass solch eine Einrichtung politisch gewollt ist, zeigt schon die Anzahl prominenter Grußworte. Das Ensemble rekrutiert sich aus der theatereigenen Transform-Schauspielschule.(…) Mit welchem Erfolg, das beweist die erste Inszenierung, bei der die jungen Darsteller vom Premierenpublikum auf offener Szene lautstarke Zustimmung erhielten.(…) Die künstlerische Leitung, Janina Szarek und Olav Münzberg, geben als Vorbild die Schaubühne in ihren jungen Jahren an. Wer das von Energie strotzende Ensemble erlebt, empfindet das nicht mal als Anmaßung.“
Uwe Sauerwein
(„Frühlings Erwachen“ –„Europa rückt zusammen: In Charlottenburg hat Berlins erstes deutsch-polnisches Teatr Studio eröffnet“ – Berliner Morgenpost, 27.03.2004)
„Die Regisseurin und Pädagogin Janina Szarek versteht es, mit ihrer stimmig getimten Inszenierung den Schauspielstudenten dankbare Auftritte und große tragikomische Spielmöglichkeiten zu geben. Auch die kleinen Rollen bieten Möglichkeiten, das Familientableau mit verstörenden Wechseln in der Realitätsebene genüsslich auszuagieren. (...)Eine große Ensembleleistung, mit dichten Bildern zwischen (Alp-) Traum und Realität.“
David Hannah
(„Sexualtrauma“ – „Die weiße Ehe“ – Zitty, Berlin, 12.05.2004)
„Seit Ende Februar spielt man in Berlin „Die weiße Ehe“ von Tadeusz Różewicz unter der großartigen Regie der Polin Janina Szarek.(…) Ich kann nicht verschweigen, dass ich mit einigen Vorbehalten zu dieser „deutschen“ „Weißen Ehe“ gegangen , in der Studenten spielen sollten. Und die ganze Zeit hatte ich die Stettiner Inszenierung in Erinnerung, in der vor Jahren u.a. die junge Danuta Stenka phantastisch gespielt hat. Und doch: das, was ich bei Janina Szarek gesehen habe, hat mich begeistert. Die jungen deutschen Schauspieler haben großartig gespielt, besonders in den Hauptrollen von Bianca und Paulina, Sabine Eitel und Vanessa Rose. Lange bleibt auch der phantastisch dargestellte Dialog zwischen Mutter und Tante Erinnerung, die von Franca Merkel und Natalia Herrera-Köhler verkörpert werden.(…) Das Publikum ist begeistert, die Kritik ist es auch.
Das deutsche Theater kämpft wie heutzutage jede nicht kommerzielle Institution mit finanziellen Problemen. Es fehlt Geld für Bühnenbild, Kostüme, Gagen für Schauspieler etc. Man schließt einige Theater. Und trotz allem und allen. Nach all den Jahren der Abwesenheit erscheint polnisches Theater mit einer neuen Bühne in Berlin. (…) Es ist ein Entree im großen Stil.“
Maria Bartczak
(„New York und Różewicz“ – „Nowy York i Różewicz”, Kurier, Szczecin, 16.04.2004)
„…Tadeusz Różewicz hat die Studiobühne ein : , Theater der biologischen und geistigen Erneuerung ’genannt. Als Geste der Unterstützung für die junge Bühne haben der Autor und Übersetzer auf Tantiemen verzichtet.(…) Sogar ohne Deutschkenntnisse hörte man im spiel der jungen Schauspieler aus Berlin Ehrlichkeit und Engagement. Jana Hoffmann als Bianca, Karolina Łodyga als Paulina und Christian Rodenberg als Benjamin spielten mit absoluter deutscher Präzision aber ohne deutsche Schwere. Emotionell und vielschichtig. Das Ensemble verweist darauf, dass das vielseitige Handwerk der Regisseurin der Inszenierung, Janina Szarek, zu verdanken ist.“
Anna Zebrowska
(„Różewicz für den Anfang” – Gazeta Wyborcza, Warschau, 20.01.2005)
„(…) Die sperrige, mit philosophischen Thesen und kruder Komik überfrachtete Dramatik Stanisław Ignacy Witkiewiczs bedeutet für jedes Theater eine Herausforderung (…). Die surreale Atmosphäre des Textes, die an Alfred Jarry erinnernde Mixtur aus Wahnsinn, sexuellem Begehren, Gewalt und grotesker Komik, die Witkiewicz zu einem Vorläufer des absurden Theaters machten, gehen dabei keineswegs verloren. Im Gegenteil. Immer wieder verselbständigen sich die Ausdrucksmittel, wird die Sprache zum Gestammel, gleiten Geschehen und Dialoge ins Aberwitzige ab. Die Konzentration auf den Kampf des Individuums gegen gesellschaftliche Zwänge erweist sich hier (…) als probates Mittel, einen komplexen Text auf der Bühne zum Leben zu erwecken und für die Gegenwart zu öffnen.(…). Auf die weitere Entwicklung der deutsch-polnischen Studiobühne darf man also gespannt sein. (…). Es könnte eine Bereicherung der Berliner Theaterlandschaft bedeuten. Die Chancen dafür stehen gut. Das Theater genießt die Sympathien der Berliner Kulturpolitik und hat sich bereits einen ansehnlichen Publikumsstamm erspielt. (…). Vor allem aber hat das Teatr Studio mit dem bisher gezeigten, durch die Verbindung von Texttreue und atmosphärischer Dichte geprägten Inszenierungsstil künstlerisch etwas zu bieten.. und indem sie den Traum von einem menschlichen Leben gegen alle äußeren Zwänge wach hält, auch eine Utopie, ohne die Kunst nicht auskommt.“
Bernhard Hartmann
(„Im Mittelpunkt steht der Mensch“ – Theater der Zeit, Berlin, April 2005)
„Ein bisschen versteckt ist es schon, das Teatr Studio am Salzufer. Doch hat man es in dem Gewerbehof gefunden, taucht man ein in eine besondere Bühnenwelt. (…) Man bereichert die deutsch-polnische Kulturbeziehung, doch das Selbstverständnis ist international. (…) Eine Auftrittsplattform für die Studenten der angegliederten Transform-Schauspielschule. Mittlerweile hat sich das Haus etabliert als spannende Facette in der hauptstädtischen Theaterszene. (…) Die Diplominszenierung von Janina Szarek – dabei wird auf der weiten fast leeren Bühne sogar eine surreale Traumsequenz umgesetzt, ganz ohne Special Effects (…). Dass sich hier zwei Schauspiel-Eleven ein äußerst raffiniertes, nervenzerrendes Psychoduell liefern, ist dem fesselnden Spiel in keiner Sekunde anzumerken. Hochklassig.“
Ulrike Borowczyk
(„Bizarrer Flirt auf der Parkbank“ – Berliner Morgenpost, 16.05.2006 – Teatr Studio, „Zwei auf einer Bank“ von Alexander Gelman)
„…Ibadete Kadrijaj und Karsten Zinser, Studenten der Transform-Schauspielschule haben sehr professionell, mit Temperament und Leichtigkeit die ihnen anvertrauten Rollen verkörpert und dadurch die Inszenierung besonders lebendig gemacht (…) grotesk, grell, aber mit Charme und Überzeugung.“
Olga Doleśniak
(„Ich liebe und hasse“, Kocham & nienawidze – Akcenty, Berlin, Juni 2006)
„(…) Das deutsch-polnische Teatr Studio mit Bühne am Salzufer in Berlin setzt auf Atmosphäre. Es zielt auf die Sinne des Publikums.(…) ein Vollbluttheater. (…) Ähnliches wird in Leipzig sonst nur von der Euro-Scene geboten.(…) Das bereitet durchaus Freude. Doch das Erstaunlichste bleibt die Aktualität dieses vermeintlich überholten Stücks.“
Hendrik Pupat
(„Ein Samenkorn, das letzte“ – Leipziger Volkszeitung, Leipzig 7.03.2007)
„(…) Das Teatr Studio am Salzufer ist ein suchendes, künstlerisches Theater. (…). Es basiert hauptsächlich auf der Wirkung des Schauspielers und des Schauspiels, und nicht nur auf der formalen Inszenierung. Es versucht, sich aber dem Elitarismus des künstlerischen Experiments zu entziehen, indem es anstrebt, durch die Suche nach dem menschlichen Dialog in den sozialen, politischen und menschlichen Kreislauf einzudringen. Es liefert einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis und zur Propagierung der polnischen Kultur in Deutschland. Seine Einmaligkeit innerhalb der Berliner Theaterlandschaft rührt von seinem hohen künstlerischen Niveau her als auch von der Resonanz, die jede Premiere begleitet. Es befördert dadurch den Bau einer europäischen kulturellen Brücke zwischen Polen und den Deutschen.“
Monika Mazanek Wilczyńska
„Determination, Emotionalität oder Andersartigkeit. Das Teatr Studio am Salzufer vor dem Hintergrund der Theaterlandschaft Berlins.” in „Postmosty –Polacy i Niemcy w nowej Europie”, Krakow, Księgarnia Akademicka, 2006, S. 242 u. 225 f)